Stationäre Prävention

Biografieorientierte Pflege als Konzept

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Überblick
Aussagen zur Effektivität von speziellen Pflegekonzepten im Sinne einer biografieorientierten Pflege können aktuell nicht getroffen werden. Dennoch liegen für einzelne Interventionsmaßnahmen Nachweise für die Wirksamkeit im entsprechenden Präventionsbereich vor. Aufgrund der methodischen Mängel gilt es, die derzeitige Evidenzlage durch weitere Studien zu verbessern.
Studienlage
  • Drei randomisiert kontrollierte Studien (RCT) und drei systematische Reviews (SR)
  • Die Empfehlungsstärke variiert im moderaten bis hohen Bereich
Wirksame Interventionen
Stärke der Empfehlung  
 

Ergibt sich aus der Signifikanz der Intervention und des Verzerrungsrisikos der Studie.

sehr hoch Primäres Outcome ist eindeutig signifikant, niedriges oder mittleres Verzerrungsrisiko
hoch Primäres Outcome ist eindeutig signifikant, hohes Verzerrungsrisiko; Sekundäres Outcome ist eindeutig signifikant, niedriges oder mittleres Verzerrungsrisiko
mittel Sekundäres Outcome ist signifikant, hohes Verzerrungsrisiko; keine signifikanten primären oder sekundären Outcomes, niedriges oder mittleres Verzerrungsrisiko
niedrig Keine primären oder sekundären Outcomes sind signifikant, hohes Verzerrungsrisiko
Die Nutzung von Reminiszenztherapie bei Pflegeheimbewohnern und Pflegeheimbewohnerinnen führte zu signifikant verbesserten Reaktionen auf die Umgebung, jedoch auch zu signifikant negativen Effekten auf die Lebensqualität und die kognitiven Funktionen.
Details
hoch
Die Nutzung von Reminiszenztherapie bei demenziell erkrankten Pflegeheimbewohnern und Pflegeheimbewohnerinnen führte zu einem signifikant positiven Effekt auf das soziale Engagement und zu einem  positiven Einfluss auf das soziale Wohlbefinden.
Details
hoch
Eine emotionenorientierte Versorgung führte zu einem signifikant geringeren ängstlichem Verhalten der dementen Pflegeheimbewohner und Pflegeheimbewohnerinnen. Zusätzlich sank die Unzufriedenheit über ihre Lebenssituation signifikant.
Details
mittel


Betrachtete Studien
1
Effekt von Reminiszenz auf das soziale Wohlbefinden von demenziell erkrankten Pflegeheimbewohner/-innen

Autoren

Lai, C. K. Y., Chi, I., & Kayser-Jones, J. (2004): A randomized controlled trial of a specific reminiscence approach to promote the well-being of nursing home residents with dementia. In: International Psychogeriatrics 16 (1), S. 33–49.

Forschungsgegenstand

Effekt von Reminiszenz auf das soziale Wohlbefinden von demenziell erkrankten Pflegeheimbewohner/-innen

Studiendesign/-art

RCT

Rolle und Aufgabe der Pflegenden

nicht genauer beschrieben

Intervention

  • Interventionsgruppe führt 1x wöchentlich 30 Minuten Reminiszenz durch. Die Intervention ist individuumorientiert und dient dazu, Erinnerungen an die eigene, frühere Lebensgeschichte hervorzurufen 
  • eine Vergleichsgruppe erhält in gleichem Umfang eine Intervention mit vergleichbarer sozialer Zuwendung (ebenfalls 1x wöchentlich 30 Minuten)

Beobachtungszeitraum bzw. Studiendauer

6 Wochen und 6 Wochen nach Ende der Intervention (Follow-up)

Population

Pflegebedürftige mit Demenz (DSM-IV), die kommunikationsfähig sind

Anzahl der Studienteilnehmer

2 Pflegeheime
insgesamt (vorher/nachher): 101/86
Interventionsgruppe (vorher/nachher): 36/30
Vergleichsgruppe (vorher/nachher): 35/29
Kontrollgruppe (vorher/nachher): 30/26

 

Ergebnisdarstellung

  • signifikant positiver Effekt in der Interventions- (p=0.032) und auch in der Vergleichsgruppe (ohne Angabe des p-Werts) auf das soziale Engagement im Vergleich von Baseline zu Follow-up
  • signifikant positiver Einfluss nur in der Interventionsgruppe (p=0.014) auf das soziale Wohlbefinden im Vergleich Baseline-Messung zum Interventionsende
  • kein signifikanter Einfluss der Intervention auf kognitive und funktionale Fähigkeiten
  • kein signifikanter Einfluss der Intervention in Abhängigkeit der Interventionszeit 

 

Anmerkungen

---

BEWERTUNG MIT "RISK OF BIAS-TOOL"

Methode der Randomisierung

Unclear
unzureichende Informationen

 

Verborgene Zuweisung

Unclear
unzureichende Informationen

 

Fehlende Verblindung

Low risk
--

 

unvollständiges Erfassen von Patienten und Endpunkt-Ergebnissen

Low risk
--

 

Bias durch selektives Berichten von Endpunkten

Unclear
unzureichende Informationen

 

Weitere Limitationen

High risk

  • verhältnismäßig kleine Stichprobe bei fehlender Powerkalkulation
  • Recruitment-Bias
  • schwache und evtl. zu geringe „Dosierung“ der Intervention
  • eingeschränkte Sensitivität der Messungen
  • signifikante Effekte nur in der ITT, nicht in der per-protocol-Analyse sichtbar
  • Dokumentenanalyse als Erhebungsmethode (Messgenauigkeit und Aktualität fraglich)

 

Fazit

Untersuchungsgegenstand der Studie ist der Einsatz von Reminiszenz bei Pflegebedürftigen mit Demenz, unter der Fragestellung, inwieweit diese Intervention das soziale Wohlbefinden der Studienteilnehmer/-innen beeinflusst und ob dieser mögliche Effekt auch nach Interventionsende langfristig (6 Wochen) anhält. Die Wirkung der Reminiszenz kann in dieser Studie nicht nachgewiesen werden. Es zeigt sich lediglich ein signifikanter Kurzzeiteffekt im Bereich des sozialen Wohlbefindens. Die Autor/-innen weisen selbst auf methodische Schwächen der Untersuchung hin und sehen die Studienergebnisse als einen Hinweis auf einen möglichen Trend, der in weiteren Forschungsvorhaben geprüft, aber hier nicht bestätigt werden kann.

ID: 24

Signifikanz
vorhanden
Verzerrungsrisiko
hoch
2
Effekt von Reminiszenz auf agitiertes Verhalten, Lebensqualität sowie kognitive und funktionale Fähigkeiten von Pflegeheimbewohner/-innen

Autoren

Gudex, C., Horsted, C., Jensen, A., Kjer, M., & Sørensen, J. (2010): Consequences from use of reminiscence - a randomised intervention study in ten Danish nursing homes. In: BMC geriatrics 10 (1), S. 33.

Forschungsgegenstand

Effekt von Reminiszenz auf agitiertes Verhalten, Lebensqualität sowie kognitive und funktionale Fähigkeiten von Pflegeheimbewohner/-innen

Studiendesign/-art

RCT

Rolle und Aufgabe der Pflegenden

Pflegende führen nach Schulung die Intervention durch

Intervention

  • das Pflegepersonal in den ausgewählten Einrichtungen erhielt eine Reminiszenz-Schulung
  • Reminiszenz umfasst Gruppen- als auch Einzelinterventionen, die geplant oder spontan durchgeführt werden und Themen wie Kindheit, Küche und Haushalt, Landleben, Freizeitvergnügen u. a. aufgreifen. Verwendete Tools sind Erinnerungs-Boxen mit themengebundenen Gegenständen und Poster 
  • keine Aussage darüber, wie oft die Interventionen Anwendung finden

 

Beobachtungszeitraum bzw. Studiendauer

12 Monate (3 Erhebungszeitpunkte: Baseline, nach 6 Monaten, nach 12 Monaten)

Population

nicht bettlägerige, nicht sehr ausgeprägt demente oder verhaltensauffällige Bewohner/-innen, die in Pflegeheimen leben, in denen zuvor keine Reminiszenz-Konzepte angewandt worden sind

Anzahl der Studienteilnehmer

10 Pflegeheime
Interventionsgruppe (vorher/nachher): 171/115
Kontrollgruppe (vorher/nachher): 177/122
 

Ergebnisdarstellung

  • signifikante Reduktion des Scores für Lebensqualität nach 12 Monaten in beiden Untersuchungsgruppen (keine Angabe des p-Wertes), nur der Unterparameter „Reaktion auf die Umgebung“ verbesserte sich in der Interventionsgruppe signifikant zum Messzeitpunkt nach 6 Monaten (keine Angabe des p-Wertes)
  • signifikante Verschlechterung der mit dem Instrument SIB-S gemessenen kognitiven Funktionen in beiden Untersuchungsgruppen zum Interventionsende nach 12 Monaten (keine Angabe des p-Wertes), wobei sich nach 6 Monaten bei Personen mit mittleren kognitiven Einschränkungen zu Beginn der Studie die Tendenz hin zu einem höheren kognitiven Funktions-Score zeigte
  • keine signifikanten Veränderungen in Bezug auf die Parameter des agitierten Verhaltens zwischen den Untersuchungsgruppen
  • keine signifikanten Veränderungen in Bezug auf den generellen funktionellen Status in beiden Untersuchungsgruppen 
  • ein guter MMSE-Score (>23) zu Beginn der Intervention korreliert nachweislich mit weniger Verhaltensauffälligkeiten, höherer Lebensqualität und einem besseren generellen funktionellen Status (keine Angabe der p-Werte)

 

Anmerkungen

  • eine zweite Fragestellung der Arbeit widmete sich den Auswirkungen von Reminiszenz auf die Arbeitszufriedenheit, Stress/Burnout und den Gesundheitszustand von Pflegenden. Die Ergebnisse hierzu werden an dieser Stelle nicht aufgeführt
  • die Arbeit bietet außerdem eine ausführliche Darlegung der potenziellen Gründe für die erhaltenen schwachen Effekte der Intervention

 

BEWERTUNG MIT "RISK OF BIAS-TOOL"

Methode der Randomisierung

Low risk
--

 

Verborgene Zuweisung

Low risk
--

 

Fehlende Verblindung

Low risk
--

 

unvollständiges Erfassen von Patienten und Endpunkt-Ergebnissen

Unclear
unzureichende Informationen

 

Bias durch selektives Berichten von Endpunkten

Unclear
unzureichende Informationen

 

Weitere Limitationen

High risk

  • Rekrutieren der Proband/-innen beruht auf Freiwilligensample
  • Bias aufgrund von Assessments durch Pflegende der Untersuchungseinrichtungen
  • möglicher Bias durch Matching im Zuge des Randomisierungsverfahren bei geringer Stichprobengröße
  • eingeschränkte Validität der Messinstrumente

Fazit

Ziel der Studie war die Erhebung der Wirkung von Reminiszenz auf agitiertes Verhalten, Lebensqualität sowie kognitive und funktionale Fähigkeiten von Pflegeheimbewohner/-innen. Nur in einem Unterpunkt der Lebensqualität konnte nach 6 Monaten ein positiv signifikantes Ergebnis erzielt werden. Die Intervention zeigt also keinen Nachweis für die Endpunkte Lebensqualität, kognitive Funktion, agitiertes Verhaltens und genereller funktioneller Status nach 12 Monaten. Die Forscher/-innen selbst stellen die Vermutung an, dass die Interventionen vielmehr Kurzzeiteffekte (z. B. ein gesteigertes Wohlbefinden in der ersten Stunde nach der Teilnahme an einer Reminiszenz -Einheit) haben könnten, die mit den stattgefunden Messungen aber nicht erhoben wurden. Neben den schwachen (Langzeit-) Effekten schränken die benannten methodischen Schwächen die Aussagekraft der Studie weiterhin ein. 

ID: 25

Signifikanz
eingeschränkt
Verzerrungsrisiko
mittel
3
Effekt von "integrated emotion-oriented care" bei Pflegeheimbewohner/-innen mit Demenz

Autoren

Finnema, E., Dröes, R.-M., Ettema, T., Ooms, M., Adèr, H., Ribbe, M., & van Tilburg, W. (2005): The effect of integrated emotion-oriented care versus usual care on elderly persons with dementia in the nursing home and on nursing assistants: a randomized clinical trial. In: International Journal of Geriatric Psychiatry 20 (4), S. 330–343.

Forschungsgegenstand

Effekt von „integrated emotion-oriented care“ bei Pflegeheimbewohner/-innen mit Demenz

Studiendesign/-art

RCT

Rolle und Aufgabe der Pflegenden

nicht genauer beschrieben

Intervention

  • die Vergleichsgruppen richteten ihre Pflege nach den Richtlinien des „Model-Care plan“ der niederländischen Vereinigung der stationären Altenpflege (Dutch Association of Nursing Home Care) aus
  • die Interventionsgruppen folgten auch dem „Model-Care plan“ und erhielten zusätzlich Trainingseinheiten und Supervision bei der Anwendung der Pflegeprinzipien nach dem Ansatz der „integrated emotion-oriented care“ über 9 Monate hinweg
  • „integrated emotion-oriented care“ ist als eine die alltägliche Pflege begleitende Maßnahme zu verstehen und umfasst Pflegekonzepte wie Validation, Reminiszenz-Therapie oder sensorische Stimulation

 

Beobachtungszeitraum bzw. Studiendauer

genaue Studienlänge unklar (Messzeitpunkte: Baseline, nach 3 und 7 Monaten)

Population

65+, Alzheimer Demenz und/oder andere demenziellen Erkrankungen, leichter bis mittlerer Unterstützungsbedarf, seit mind. 1 Monat Bewohner/-in der Pflegeeinrichtung

Anzahl der Studienteilnehmer

14 Pflegeheime
insgesamt (vorher/nachher): 194/146 (zu den drei Messzeitpunkten wurden nur die Daten der 146 Proband/-innen verwendet)
Interventionsgruppe: 67
Kontrollgruppe: 79
 

Ergebnisdarstellung

  • Proband/-innen der Interventionsgruppe, die wenig alltägliche Unterstützung (ASEPT-Score <19) benötigen, verfügten nach 7 Monaten über ein stabileres emotionales Gleichgewicht, indem sie signifikant weniger ängstliches Verhalten zeigten (p=0.04)
  • Proband/-innen der Interventionsgruppe zeigten ein höheres Selbstwertgefühl, indem sie sich nach 7 Monaten signifikant weniger unzufrieden über die momentane eigene Lebenssituation (p=0.04) äußerten als die Proband/-innen der Kontrollgruppe (dies gilt wiederum in erster Linie für Pflegebedürftige, die trotz ihrer Demenz noch weitgehend selbstständig und mental unbeeinträchtigt sind)
  • keine signifikanten Effekte auf die kognitive und soziale Anpassung bzw. Coping in Bezug auf die Demenz (z. B. Annahme professioneller Hilfe, Teilnahme an Gruppenaktivitäten)

Anmerkungen

hier nicht aufgeführt sind weitere Effekte, die sich durch die Intervention auf die Gesundheit des Pflegepersonals auswirkten

BEWERTUNG MIT "RISK OF BIAS-TOOL"

Methode der Randomisierung

Unclear
unzureichende Informationen

 

Verborgene Zuweisung

Unclear
unzureichende Informationen

 

Fehlende Verblindung

Low risk
--

 

unvollständiges Erfassen von Patienten und Endpunkt-Ergebnissen

Unclear
unzureichende Informationen

 

Bias durch selektives Berichten von Endpunkten

Unclear
unzureichende Informationen

 

Weitere Limitationen

Unclear

  • eingeschränkte Verblindung der Datenerheber/-innen, Einsatz von externen Datenerhebern nicht möglich
  • der Zielgruppe nur bedingt angepasste Messinstrumente
  • Zielgruppe auf an Demenz erkrankte Menschen beschränkt
  • Randomisierung auf Stations-/Wohnbereichs- und nicht auf Individualebene
  • undurchsichtiges Vorgehen beim Matching

Fazit

Forschungsgegenstand der Studie war die Wirksamkeit von „integrated emotion-oriented care“ bei Pflegeheimbewohner/-innen mit Demenz. Im Zentrum des Interesses stand dabei die Frage, ob und inwieweit die Intervention die Anpassungsverlaufskurve (zur Bewältigung mit der eigenen Situation und Erkrankung) hinsichtlich der Emotionalität, des kognitiven Standes und des Sozialverhaltens der dementen Bewohner/-innen günstig beeinflusst. „Integrated emotion-oriented care“ zeigte lediglich in Bezug auf die emotionale Adaptation positive Effekte (emotionales Gleichgewicht, Selbstwertgefühl) bei Bewohner/-innen, die leicht bis mittelschwer an Demenz erkrankt sind und wenig Unterstützungsbedarf benötigen. Offene methodische Fragen und kleinere Limitationen schränken dennoch die Aussagekraft des Ergebnisses ein.

ID: 26

Signifikanz
eingeschränkt
Verzerrungsrisiko
hoch
4
Pflegekonzepte für Patient/-innen mit Demenz

Autoren

Nocon, M., Roll, S., Schwarzbach, C., Vauth, C., Greiner, W., & Willich, S. N. (2010): Nursing concepts for patients with dementia. Systematic review. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 43 (3), S. 183–189. Online verfügbar unter http://www.ncbi. nlm.nih.gov/pubmed/20449596.

Forschungsgegenstand

Sytematic review

multisensorische Stimulation (MSS)
Realitätsorientierungstherapie (ROT)
Reminiszenz und Validation

Studiendesign/-art

Systematic review

Rolle und Aufgabe der Pflegenden

nicht genauer beschrieben

Intervention

multisensorische Stimulation (MSS)

Realitätsorientierungstherapie (ROT)

Reminiszenz und Validation

Beobachtungszeitraum bzw. Studiendauer

1 - 12 Monate

Population

an Demenz erkrankte Menschen (keine Differenzierung oder Beschreibung des Settings)

Anzahl der Studienteilnehmer

verschiedene (Review)

Ergebnisdarstellung

Amstar-Score (Bewertung der methodischen Güte des Reviews)
4 (11)
kein Konsensus-Verfahren bei Unstimmigkeiten bei der Studienauswahl benannt
unvollständige Angabe der Suchstrategie in den verwendeten Datenbanken (keine Angabe von Keywords)
unzureichende Beschreibung der Ausschlusskriterien
keine Auflistung der ausgeschlossenen Studien
keine systematische Studienbewertung
kein Poolen der Ergebnisse
eine Beschreibung oder Berechnung des Publikationsbias

Anmerkungen

---

BEWERTUNG MIT "RISK OF BIAS-TOOL"

Methode der Randomisierung

---

Verborgene Zuweisung

---

Fehlende Verblindung

---

unvollständiges Erfassen von Patienten und Endpunkt-Ergebnissen

---

Bias durch selektives Berichten von Endpunkten

---

Weitere Limitationen

---

Fazit

Das methodisch schwache Review auf Basis methodisch schwacher und heterogener Studien mit häufig sehr kleinen Fallzahlen ermöglicht keine Aussage über die Wirksamkeit der verschiedenen Betreuungskonzepte für an Demenz erkrankte Menschen.
 

ID: 82

Signifikanz
niedrig
Verzerrungsrisiko
mittel
5
Multisensorische Stimulation (MSS), Realitätsorientierungstherapie (ROT), Reminiszenz und Validation

Autoren

Nocon, M., Roll, S., Schwarzbach, C., Vauth, C., Greiner, W., & Willich, S. N. (2010): Nursing con-cepts for patients with dementia. Systematic review. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 43 (3), S. 183–189. Online verfügbar unter http://www.ncbi. nlm.nih.gov/pubmed/20449596.

Forschungsgegenstand

Multisensorische Stimulation (MSS), Realitätsorientierungstherapie (ROT), Reminiszenz und Validation

Studiendesign/-art

Review

Rolle und Aufgabe der Pflegenden

nicht genauer beschrieben

Intervention

verschiedene (Review)

Beobachtungszeitraum bzw. Studiendauer

1 - 12 Monate

Population

an Demenz erkrankte Menschen (keine Differenzierung oder Beschreibung des Settings)

Anzahl der Studienteilnehmer

verschiedene (Review)

Ergebnisdarstellung

AMSTAR-Score
4 (11)

  • kein Konsensus-Verfahren bei Unstimmigkeiten bei der Studienauswahl benannt
  • unvollständige Angabe der Suchstrategie in den verwendeten Datenbanken (keine Angabe von Keywords)
  • unzureichende Beschreibung der Ausschlusskriterien
  • keine Auflistung der ausgeschlossenen Studien
  • keine systematische Studienbewertung
  • kein Poolen der Ergebnisse
  • keine Beschreibung oder Berechnung des Publikationsbias

Anmerkungen

Review wurde in einer Fachzeitschrift veröffentlicht

 

 

BEWERTUNG MIT "RISK OF BIAS-TOOL"

Methode der Randomisierung

---

Verborgene Zuweisung

---

Fehlende Verblindung

---

unvollständiges Erfassen von Patienten und Endpunkt-Ergebnissen

---

Bias durch selektives Berichten von Endpunkten

---

Weitere Limitationen

---

Fazit

Das methodisch schwache Review auf Basis methodisch schwacher und heterogener Studien mit häufig sehr kleinen Fallzahlen ermöglicht keine Aussage über die Wirksamkeit der verschiedenen Betreuungskonzepte für an Demenz erkrankte Menschen.

ID: 83

Signifikanz
niedrig
Verzerrungsrisiko
mittel
6
Reminiszenztherapie

Autoren

Lin, Y. C., Dai, Y. T., & Hwang, S. L. (2003): The effect of reminiscence on the elderly population: a systematic review. In: Public health nursing (Boston, Mass 20 (4), S. 297–306. Online verfügbar unter http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12823790.

Forschungsgegenstand

Reminiszenztherapie

Studiendesign/-art

Review

Rolle und Aufgabe der Pflegenden

nicht genauer beschrieben

Intervention

Reminiszenztherapie

Beobachtungszeitraum bzw. Studiendauer

nicht genauer beschrieben

Population

65+ oder Pflegeheimbewohner/-innen, einbezogen wurden Studien in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Seniorenzentren

Anzahl der Studienteilnehmer

verschiedene (Review)

Ergebnisdarstellung

AMSTAR-Score
4 (11)

  • unklar, ob Studienauswahl und Datenextraktion von zwei Forscher/-innen durchgeführt wurde
  • unzureichende Beschreibung der Ausschlusskriterien bzw. Suche nach grauer Literatur oder in Trialregistern
  • keine Auflistung der ausgeschlossenen Studien
  • keine systematische Studienbewertung
  • kein Poolen der Ergebnisse
  • keine Beschreibung oder Berechnung des Publikationsbias
  • keine Beschreibung möglicher Interessenkonflikte in den Einzelstudien

Anmerkungen

Review wurde in einer Fachzeitschrift veröffentlicht
Review enthält auch qualitative Studien oder Korrelations- und Experimental-Studien

 

BEWERTUNG MIT "RISK OF BIAS-TOOL"

Methode der Randomisierung

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Verborgene Zuweisung

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Fehlende Verblindung

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unvollständiges Erfassen von Patienten und Endpunkt-Ergebnissen

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Bias durch selektives Berichten von Endpunkten

---

Weitere Limitationen

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Fazit

Das methodisch schwache Review auf Basis methodisch schwacher und heterogener Studien ermöglicht keine Aussage über die Wirksamkeit der Reminiszenztherapie.

ID: 84

Signifikanz
niedrig
Verzerrungsrisiko
mittel